Herzlich willkommen im Pastoralen Raum Mechernich
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Fang an Oster-Aktion_Bildimpulse_2021_Ostern_gross_aff (c) Bild: Text: Klaus Jäkel, Bild: rawpixel, Pixabay, Layout: Sven Jäger In: Pfarrbriefservice.de

Was können wir schon ausrichten?!

Fang an Oster-Aktion_Bildimpulse_2021_Ostern_gross_aff
Datum:
Do. 26. Feb. 2026
Von:
Agnes Peters

Was können wir schon ausrichten?!

 


Die Situation in unserer Welt und die aktuelle Nachrichtenlage sind alles andere als gut. Der Krieg in der Ukraine nimmt kein Ende. Die Spannungen, die der amerikanische Präsident auslöst, hören ebenfalls nicht auf. Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen finden in immer mehr Ländern statt, die bisher selten größere Regenfälle hatten. Hungersnöte im Osten Afrikas und Ausnutzung und Ausbeutung von Arbeitern, Frauen und Kindern gehören fast schon zum Alltag und werden kaum noch berichtet. 

 


Doch was können wir da schon ausrichten?! Dieser Satz ist Frage und resignierende Antwort zugleich. Jede und jeder von uns ist doch nur eine ganz kleine Nummer, die keinen Einfluss auf Politik und Wirtschaft hat. Selbst wir als Bewohner Deutschlands sind doch nur 1% der Weltbevölkerung (USA 3%, Indien und China jeweils 12%). Es müsste was gemacht werden, dringender denn je, aber wir sind viel zu wenige und viel zu klein. Was können wir schon ausrichten?!

 


Es erscheint absolut schlüssig zu sein, dass wir nichts ausrichten können. Also legen wir die Hände angesichts des Elends der Welt in den Schoß und machen so weiter wie bisher. Wir verschließen die Augen vor der Not der betroffenen Menschen. 

Wir hören zwar ihre Klage, aber wir können ja leider nichts ausrichten und für sie tun.

 


Wirklich?

 


Ich erinnere mich an Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. Beide haben sich mit der Situation in ihrem Land nicht abgegeben und angefangen zu handeln. Immer mehr Menschen haben sich ihnen angeschlossen und sie haben letztlich einen Wandel im Denken und eine grundlegende Veränderung der Lebenssituation in ihrem Land geschafft. Ich bin weder Gandhi noch King, aber dennoch frage ich mich, ob ich wirklich nichts ausrichten kann?

 


Könnte vielleicht eine Änderung in meinem Konsumverhalten etwas bewirken? Kaufe ich alles, was ich gerne hätte oder wäre es vielleicht besser, nur regionale Produkte zu erwerben, die keine langen Transportwege haben? Das wäre dann eine bewusste Einschränkung, denn manche Lebensmittel gibt es nicht ganzjährig im regionalen Anbau. Ich könnte vermehrt Fair trade Produkte kaufen, die eine gerechte Entlohnung für die Erzeuger versprechen. Damit könnte ich die Ausbeutung von Menschen ein klein wenig verringern. Und wenn ich dazu den Eine-Welt-Verkauf der Eifler Brunnenhilfe nutze, können mit dem erzielten Gewinn Brunnen und ähnliches in Indien gebaut werden, die dann wiederum anderen Menschen helfen (Dazu wird am Misereorsonntag, dem 22.3., die Eifler Brunnenhilfe berichten.). Das klingt nicht nach richtig viel, was ich ausrichten kann. Aber es wäre ein Anfang, ein erster Schritt. Und es gibt womöglich noch eine ganze Menge anderer weiterer kleiner Schritte, die mir einfallen und die ich versuchen könnte. 

 


Letztlich kann ich als Einzelner nicht viel ausrichten, dazu bin ich zu klein und unbedeutend. Aber ich kann versuchen, Sie dazu zu bewegen, ähnlich zu denken und zu handeln. Und wenn auch Sie wiederum andere anstecken, ähnlich zu handeln, werden wir mehr. Und wir können erleben, dass wir nicht die einzigen sind. Anderswo gibt es auch Menschen und Gruppen, die genau so denken und handeln. So werden wir immer mehr. Irgendwann sind wir dann wie eine Lawine, die einen Wandel und eine Veränderung im Großen bewirkt. Das ist aber nur möglich, wenn ich nicht sage, „was kann ich schon ausrichten?!“, sondern anfange zu tun, was ich machen kann. Also – worauf warten wir dann noch? Brechen wir auf in ein verändertes, etwas anderes, in ein neues Leben.

 


 Ihr Erik Pühringer