Abschied von Pfarrer Dr. Innocent Dim

Pfarrer Dr. Innocent Dim (c) GdG St. Barbara Mechernich
Datum:
Mi. 7. Juli 2021
Von:
Agnes Peters

Leitartikel im Juni und Juli  2021 von Pfr. Erik Pühringer und Abschiedsworte von Pfr. Dim

ZURÜCK IN DIE HEIMAT von Pfarrer Dr. Innocent Dim (Teil 1)

 

Gott hat alles im Voraus bestimmt. Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit, so steht es im Prediger. Es scheint, dass die Zeit, die ich bei euch arbeite, vorbei ist. Das Bistum Aachen hat mich darüber informiert.
Für mich ist es keine Überraschung, weil ich ein katholischer Priester bin. Als Priester bin ich immer bereit, eine Versetzung zu erwarten, egal wohin ich gesendet werde. Die Kirche weiß, wohin sie seine Priester senden soll. Katholische Priester sind immer zur Mission bereit. Meine Aufgabe ist, dort zu arbeiten, wohin die Kirche mich sendet und wo ihre Seele ist. Jesus will, dass seine Jünger überall und bis zum Ende der Erde das Evangelium verkünden, als er ihnen sagte: Geht zum Ende der Erde und verkündet das Evangelium. Dazu bin ich immer bereit. Meine Fröhlichkeit hängt an der Verheißung Jesu, „ich bin bei euch bis zum Ende des Lebens“.

 

Mir ist nun bewusst, dass ich Ende Juli 2021 in meine Heimat zurückfliegen werde. Einige, die die Information schon gehört haben, fragten mich, ob ich keine Angst habe, in dieser Zeit nach Nigeria zurückzufliegen, weil es dort unglaubliche Unruhen gibt. Eine wichtige Frage, sagte ich ihnen. Ein katholische Priester soll gehorsam sein und soll in möglichst jeder Situation arbeiten, um die Seelen zu retten. Er soll der Kirche keine Probleme bereiten, auch wenn die Botschaft schwer ist. Er soll Jesus imitieren. Jesus als Gott wusste, dass es nicht einfach ist, Mensch zu werden. Aber er musste die Menschen retten und war seinem Vater gehorsam. Das ist wahre Liebe. Ich habe den Leuten für ihre Rücksicht gedankt, aber man soll seine Heimat nicht einfach wegen Schwierigkeiten verlassen. Ich glaube sehr an Gott. Gott weiß um die Ursachen der religiösen und politischen Probleme unseres Landes. Die Kirche ist sehr vorsichtig und macht den Politikern Vorschläge, damit Ruhe und Frieden ins Land kehrt. Trotzdem gehen die Probleme immer weiter unter denen das Christentum leidet. Es braucht unbedingt Hilfe.

Ja, Ihr hört Nachrichten und seht im Fernsehen, was Schreckliches und Schlimmes in Nigeria passiert, wie die Christen getötet werden, wie die Leute von Soldaten und Polizisten verhaftet werden, wie Frauen und Kinder entführt und vergewaltigt werden, wie die Regierung auch persönliches Vermögen vernichtet. Studenten sind auch vor den Augen der Regierung entführt worden aber die Regierung unternimmt nichts. Die Leute sind am verhungern, und die Regierung nimmt keine Rücksicht. Es gibt schon starke Vermutungen, dass die Regierung eine muslimische Regierung ist, als ob der Islam eine negative Religion ist. Nein. Nur schlechte Menschen darin schaffen Probleme. Sie wollen, dass alle in Nigeria Muslime werden. Der Jihad macht den Menschen große Schwierigkeiten. Diese schwere Situation ist ein Kreuz für jeden Christ in meiner Heimat. Wir müssen unser Christentum bewahren und den Glauben der Menschen stärken.

 

Ich habe kein Angst zurückzufliegen wie einige von euch denken. Igboland ist doch meine Heimat. Da sind meine Eltern und Vorfahren geboren worden und begraben worden. Ich wünsche mir, auch meine letzte Stunde dort zu erfahren. Es ist mir auch bewusst, dass viele Christen und Priester da leben. Wenn alles in Ordnung wäre, würde ich mir wünschen, dass ich die deutsche Sprache hier weiter vertiefen könnte, bevor ich endgültig in meine Heimat zurückkehre. Ich liebe Deutschland und ich habe schon viele Freunde und Freundinnen. Aber ich werde meiner Priesterberufung nachgehen, werde sie bewahren und der Kirche gehorchen. Ich möchte euch nur wie Paulus um weitere Hilfe bitten, wenn ich wieder in meiner Heimat bin.

 

Ich habe schon mit meinem lieben Bruder Pfr Erik Pühringer und einigen lieben Leute über soziale Projekte für meine Heimat gesprochen. Ich hoffe sehr, dass Sie mithelfen werden. Es wäre mir eine sehr große Freude. Es ist mir klar, was für Schwierigkeiten mich erwarten. Ich habe schon den Biafra Krieg erlebt. Es war schrecklich. Ich war damals ein Kind und habe viel gelitten. Dank sei Gott, dass es Deutschland gibt. Deutschland hat uns in der Hungersnot viel geholfen. Zu der Zeit habe ich zum ersten Mal Käse aus Deutschland gegessen. Die Deutsche Caritas flog damals mitten in der Nacht Hilfe ein. Ich bitte Gott, dass es keinen solchen Krieg gibt. Ich wünsche mir und meiner Heimat, so etwas nicht zu erfahren. Ein Krieg bringt nur Angst, Leid und Hoffnungslosigkeit. Ich liebe den Frieden und ich wünsche ihn allen Menschen. So Gott will, fliege ich im Juli heim und da warte ich auf Eure Besuche. Bis zum nächsten Brief. Seid gesegnet.

Euer Pfarrer Innocent Dim

 

 

Dankeschön der GdG Mechernich.

von Pfr. Dr. Innocent Dim

 

Liebes Volk Gottes, in diesem kurzen Dankeschö nbrief möchte ich zuerst Gott danken, der der mich in Deuschland und in diese Diozöse Aachen gebracht hat. Zuerst danke ich unser Lieber Gott, der mich die Gelegenheit bei euch zu arbeiten gegeben hat. Gelobt sei seinen Heiligen Namen. Ich muss auch unsere Mutter Gottes herzlich danken, die bei mir immer steht. Ich danke meine heilige Patrone Josef, Judas und Theresa, die meine Gebete immer zu Gott erhoben haben. Dann danke ich euch meinen Mitpilgern, die bei mir immer sind. Ich liebe euch von Herzen. Meine immerwährender herzlichen Dank.

 

Ich danke Herr Bischof Helmut Dieser, der mich in seiner Diozöse angenommen hat und hat mich in diese liebe Gemeinde Mechernich geschickt hat. Gott wird ihn immer segnen. Pfr. Erik Puhringer, der geistliche Leiter der GdG Mechernich, ich drücke dir die Daumen des Dankes. Gott segne dich. Du hast mich nicht nur wie ein Afrikanische Priester in deinem Dekanat angenommen aber auch wie deinen biologischen Bruder. Mit Auge voll mit Tränen der Liebe und von Herzen danke ich dir. Mit dir zu arbeiten ist mir eine Gnade Gottes. Du bist wirklich ein katholische Priester, der in meinem Herzen positive Prägungen der Priestertum hinterlassen. In einen kurzen Satz sage ich Erik Danke aber ich weiß, dass Unser liebe Gott wird dir das volle Danke erreichen. Pfr Dörpinhaus zeigt uns auch ein gute Beispiel eines alten katholischen Priester. In seinem Alter arbeitet er noch wie ein junger Priester in der Gemeinde kraftvoll mit Freude. Unser lieber Diakon Manni, hat mich wirklich begeistert um was ein katholische Diakon sein soll. Er ist immer dabei und bereit seinen Dienst fromm zu tun. Ich kann dir nicht genug Danken.

Wenn ich an unserem Team arbeitern und Arbeiterinnen erinnen, ist es mir schwer ihnen zu verlassen. Pfr Erik unser Chef ist begabt mit vielen Tugenden, die ihn ein gläubige katholische Priester macht. Er ist immer bereit die andern zu hören und zu helfen. Er ist immer erreichbar trotz seiner pastorale Beschäftigung. Ob er genug Zeit am Tag zu schlafen hat, weiss ich nicht . Er versucht jeden zu verstehen und jedes Problem zu lösen besonders Afrikanische Probleme. In Diakon Manni finde ich auch einen intelligenten und überzeugenden Christ. Er hat den Eifer Gott und den Menschen zu dienen. Die Referenten und Referentinnen euch in unser Team Work zu verlassen ist mir worrisome. Sie sind liebe Leute, die immer mit Herzen arbeiten, möge Gott euch danken und belohnen. Ins Büro werde ich viele vermissen wie Agnes Peters, Angela Ufer, Gerda Schilles. Sie haben mich wie ihre biologische Bruder angenommen. Sie sind mir immer nahe und bereit mir zu helfen. In der Sakristei sind Marco Sistig und seine Mutter, Frau Marita Wetzel, Heinz Josef Bützler, Frau Feder, Frau Hamacher Eiserfey, die Organisten Rainer Pütz, Dominik, Stefan,Thomas und allen Künstlern und Künstlerinnen in den sechzehn Gemeinden in der GdG Mechernich. Die Lektoren Herr Werner Zeyen, Hildegard Wielspütz, Irmgard Gebhard. Sie sind wirklich gläubige und nette Leute. Gott segne euch. Die Messdiener und Messdienerinnen, ich danke euch. Bleiben sie fromm.

 

In allen Pfarreien der GdG Mechernich, finde ich gläubige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die widmen sind. Ich bin auch zu Hause in jede Pfarrei. Ich fühle mich nicht fremd. Ich werde euch im Gebet nicht vergessen. Ich bin der GdG Mechernich sehr dankbar für ihre Liebe und Hilfe. Genauso bin ich der Communio in Christo dankbar für ihre Hilfe. Als ich in Mechernich 2017 kam, war meine Wohnung noch nicht fertig. Pfr. Erik hat mich bei der Communio gebracht und sie hatten mich angenommen und ich hatte bei ihnen für einen Monat gewohnt bis meine Wohnung fertig war. Mein guter Vermieter Herr Davida Radu hat tüchtig und mit guter Laune gearbeitet, damit ich in das Haus schnell umziehe. Als ich in meine Wohnung umziehen wollte, hatten Herr Helmut Vogelsberg und seine Frau Elisabeth meine Wohnung eingerichtet. Frau Klinkammer hat auch geholfen. Frau Isolde und ihr Mann Josef, Herr Hidwig und Frau Rosmarie und kann ich auch ihre Hilfe nicht vergessen. Herr Helmut Mehren und seine Frau, Christina Wolfgarten und Frau …..haben mich in Deutsch Sprache gebracht und meine Predigt korrigiert. Herr Overberg und seine Frau sind immer dabei mir dabei zu photografieren. Die meisten Frauen hatten mir in der Verborgenheit geholfen. Vielen Dank sage ich euch. Frau Elisabeth Schmitz, trotz ihre Situation hat mir viel geholfen. Gott hat noch ein heilende Wunsch für sie. Der Familie Milz bin ich auch von Herzen dankbar. Sie haben bei mir ins Wohnzimmer und mein Schlafzimmer ein kleine Marien Grotte und Krippe entsprechend gebaut. Da bete ich immer. Ein Jugendlicher Philipp hat mir ein bisschen in Computer beigebracht. Philipp, deine liebe Mutter und eure ganze Familie bin ich auch dankbar. Die Jugendliche und die Kinder des FamilienWortgottesdienst konnte ich nicht vergessen. Die tüchtige Agnes und sie haben mich überrascht und Freude geschaffen. Sie haben auch in meiner Muttersprache gesprochen. Ich bin euch dankbar. Wenn ich an die geistliche Chöre der Kirche hier denke, erinnere ich der Organist Herr Pütz. Schade, dass er krank ist. Gott wird ihn heilen. Der neue Organist Erik ist auch begeistert und kann auch gut singen. Ich kann nicht alle, die bei mir nahe in dieser kurze Zeit nennen. Wenn ich dich nicht nenne, ich habe dich nicht vergessen. Aber Gott hat ihre Namen und eure guten Werke an mir in sein Buch geschrieben und kann euch nicht vergessen. Er wird sie belohnen. Herr Peter Kronenberg ein guter Politiker ich danke dir auch Herr Calos, die von Nigeria viele Grüsse bekommen.

 

Ich würde viele von euch besuchen, aber die Pandemie hat uns verhindert. Ich habe euch immer im Herzen und im Gebet besucht. Ich denke, dass spiritualer Besuch auch wichtiger ist, damit unser Vater, der das Verborgene  sieht, uns auch belohnen wird. Ich danke euch noch für eure Bereitschaft mir in meinen Projekten in meiner Heimat zu helfen. In werde noch mit euch in Verbindung bleiben.  Als ich eure Umschläge geöffnet habe, entdeckte ich, dass viele von euch meine Kontonummer wegen meiner Projekte in meiner Heimat haben wollten. Bitte melden Sie sich diesbezüglich im Pfarrbüro unter 02443/8640. Ich danke euch im voraus, wie Jesus uns in Mtt. 10 40-42 sagt; Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Ich versichere euch, wer das tut, wird ganz gewiss nicht leer ausgehen.

 

Wie Paulus möchte ich euch ermahnen wegen der schwierigen Situation der Kirche. „Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“. Mit geistlicher Liebe bleiben sie nahe mit Pfr. Erik. Denken sie daran, dass Pfr. Erik große Liebe für seine Gemeinde hat und er betet tüchtig für euch. Ich werde für euch alle immer beten. Wenn wir uns nicht mehr hier auf der Erde wieder treffen, unser himmlischer Vater wird uns das ewige Glück gewähren uns im Himmel wieder ewig treffen zu können..

Möge Gott euch immer segnen damit eure christliche Liebe in euch immer wachsen und reiche Frucht bringen kann.

 

Euer Pfarrer Innocent Dim

 

Spenden für Pfarrer Dim können im Pfarrbüro Mechernich  gerne abgegeben werden. Herzlichen Dank.