Herzlich Willkommen in der GdG St. Barbara Mechernich
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Brandstiftung in der alten Kirche

Im Mechernicher „Heiligtum“, der alten Kirche, hat am vergangenen Samstag des Osterwochenendes laut „GdG“ und Polizei eine vorsätzliche Brandstiftung stattgefunden. Hinweise auf einen oder mehrere Täter gäbe es noch nicht, eine Anzeige gegen Unbekannt laufe bereits. (c) Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Datum:
So. 24. Apr. 2022
Von:
Agnes Peters

Decke in Vorraum der alten Kirche in Mechernich an Ostersamstag wohl vorsätzlich in Brand gesteckt – Holzbank ebenfalls zerstört 

Stiller Zeuge der Zerstörung: Die Holzbank, auf dem das entflammte Tuch gelegen hatte. (c) Foto: Mario Fuß/GdG/pp/Agentur ProfiPress

Brandstiftung in der alten Kirche

Decke in Vorraum der alten Kirche in Mechernich an Ostersamstag wohl vorsätzlich in Brand gesteckt – Holzbank ebenfalls zerstört – Keine weitreichenden Schäden – Anzeige gegen Unbekannt, Appell an Bürger und weitere Schritte – Agnes Peters, Mario Fuß und Erik Pühringer von der „GdG“ berichtetem dem Bürgerbrief

Mechernich – Eine vorsätzliche Brandstiftung erschütterte am vergangenen Samstag die „Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich“ („GdG“) und betraf den Vorraum der alten Kirche in Mechernich. Noch seien keine Hinweise zu Tätern gefunden, doch stände man in direktem Kontakt mit Polizei und Ordnungsamt und habe bereits Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Agnes Peters und Mario Fuß von der „GdG“ berichteten nun dem Bürgerbrief, riefen zur Aufmerksamkeit auf und gaben einen Ausblick auf mögliche Folgen des Ereignisses.

„GdG“-Leiter und Pfarrer Erik Pühringer betonte im Vorfeld: „Wenn Ruß in die Orgelpfeifen gelangt wäre, hätten wir auch noch für die kostspielige Reinigung aufkommen müssen. Entsprechend größer wäre dann auch die Schadenshöhe ausgefallen, was zum Glück nicht der Fall war.“ Die Feuerwehr habe des Weiteren nicht verständigt werden müssen.

 

 

„Müssen für alles selbst aufkommen“

 

 

Am Abend des Ostersamstages wollte Agnes Peters eigentlich nur noch die Lichter der Kirche ausschalten. Sie betrat den Vorraum, doch kam ihr daraus bereits Qualm sowie Ruß entgegen. Auch in den Hauptraum der Kirche, abgetrennt durch ein Gitter, war es bereits gezogen. Peters benachrichtigte sofort Mario Fuß und nachdem schnell festgestellt wurde, dass nichts mehr glühte oder gar brannte, riefen sie die Polizei zur Aufnahme des Ereignisses.

Eine fachmännische Bewertung durch die Beamten bestätigte, was anfangs bereits vermutet wurde: Brandstiftung. Angezündet wurde laut der „GdG“ eine Decke im Vorderbereich der Kirche, auf der sonst Blumen abgelegt werden. Die Bank darunter wurde durch das Feuer ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen und muss nun ersetzt werden. 

„Leider können wir uns gegen Vandalismus nicht versichern, daher müssen wir für alles selbst aufkommen“, erklärte Mario Fuß, zuständig für Gebäude und Liegenschaften der „GdG“: „Der Vorraum liegt direkt unter dem Kirchturm aus dem 11. Jahrhundert. Nicht auszumalen was geschehen wäre, hätten sich die Flammen weiterverbreitet.“

Und Agnes Peters ergänzte: „Leider ist im Eingangsbereich noch vieles verrußt und muss erst einmal gereinigt werden. Zu allem Überfluss war der Raum rund eine Woche vorher noch komplett gesäubert und auf Vordermann gebracht worden – alles umsonst.“

 

 

Appell und weiteres Vorgehen

 

 

Immer mal wieder habe man Probleme mit Vandalismus, Müll und Dreck vor Pfarrkirche, alter Kirche, Kriegerdenkmal und Johanneshaus. „Wir gehen davon aus, dass dies von Jugendlichen stammt und würden uns wünschen, dass vielleicht der ein oder andere aufmerksame Bürger interveniert oder zuständige Behörden kontaktiert, falls etwas auffallen sollte“, so Fuß.

Auf die Frage, wie man nun weiter verfahren wolle und ob eine Schließung im Raum stände sagte Peters: „Wenn wir die alte Kirche nun ganz zu machen würden, träfe es ganz einfach die Falschen und das wollen wir keinesfalls. Die Leute für Vandalismus anderer zu bestrafen und zu enttäuschen wäre einfach nicht fair.“

Über weitere Schritte diskutiere man bereits innerhalb der „GdG“, so zum Beispiel über Videoüberwachung und weitere Maßnahmen. „Es handelt sich um vorsätzliche Brandstiftung und da muss man ganz klar zeigen: Es ist Schluss mit lustig! Für uns und viele Mechernicher ist die alte Kirche wie ein Heiligtum. Daher werden wir alles dafür tun, sie zu schützen und das ohne sie von der Gesellschaft abzuschotten“, betonte Mario Fuß schlussendlich.

pp/Agentur ProfiPress

 

Kurz nachdem der Brand bemerkt worden war: Das angekokelte Tuch, auf dem sonst Blumen abgelegt werden. (c) Foto: Mario Fuß/GdG/pp/Agentur ProfiPress