Das Mittelmeer ist kein Friedhof

Aufruf zur Demo

Großes Anliegen, wenig Werbung für mehr Teilnehmer: Pfarrer Erik Pühringer und Mitdemonstranten am Samstag vor dem Mechernicher Rathaus. (c) Foto: Privt/pp/Agentur ProfiPress
Großes Anliegen, wenig Werbung für mehr Teilnehmer: Pfarrer Erik Pühringer und Mitdemonstranten am Samstag vor dem Mechernicher Rathaus.
Di 26. Nov 2019
Agnes Peters

am 30.11.2019 um 11.55 Uhr vor dem Mechernicher Rathaus

Mittelmeer ist kein Friedhof“

Samstag, 30. November, um 11.55 Uhr geht die Demo vor dem Mechernicher Rathaus weiter, zu der Pfarrer Erik Pühringer aufgerufen hat

Mechernich – Samstag, es ist fünf vor Zwölf: Mechernichs Pfarrer Erik Pühringer und einige wenige Mitdemonstranten stehen mit einem Holzkreuz vor dem Mechernicher Rathaus. Die Aufschrift auf dem einzigen Transparent, das sie mit sich führen, lautet: „Das Mittelmeer ist kein Friedhof“.

Die Botschaft ist klar, die „Demo“ sogar nach Kirchenauskunft polizeilich angemeldet. Es ist ein Unding in einer zivilisierten Welt, dass sich der Nordrand eines Binnenmeeres gegen die Einwohner des Südens abschottet und sie eher in den Wellen untergehen und ertrinken lässt, als sie an Land zu lassen.

Allerdings hat der GdG-Leiter des zum Bistum Aachen gehörenden Teils der Stadt Mechernich nicht allzu viel Reklame zur Mitteilnahme an seiner Demo gemacht. Nur eine Handvoll Mitprotestler hat sich eingestellt, darunter Vereinskartellchef Marcel Hembach, Ober-Festauschuss-Funktionär Albert Meyer und Ratsherr und K.O.T.-Chef Gunnar Simon sowie Kirchenjugendmitarbeiterin Rebekka Narres.

Am Sonntag beim Christkönigsfest in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist legte der Pfarrer dann aber nochmal nach: Kommenden Samstag, 30. November, um 11.55 Uhr wird vor dem Rathaus weiterdemonstriert gegen den „Friedhof Mittelmeer“. Wer Zeit und Energie hat, mit dagegen anzugehen, ist herzlich eingeladen, so Erik Pühringer.

pp/Agentur ProfiPress