Herzlich Willkommen in der GdG St. Barbara Mechernich
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„Ein bisschen verrückt ist schön…“

Acht der neun jungen Mechernicher Teilnehmer vor der Basilika. Insgesamt besuchte eine elfköpfige Gruppe am Pfingstwochenende Luxemburg und Echternach. (c) Foto: Rebekka Narres/pp/Agentur ProfiPress
Datum:
Mo. 13. Juni 2022
Von:
Agnes Peters

Junge Christen aus der GdG St. Barbara Mechernich hüpften bei der legendären „Springprozession“ mit durch das luxemburgische Echternach

Jugendliche aus der GdG Mechernich, ganz links Pfarrer Erik Pühringer, fassten sich an Tüchern und hüpften mit zu Polka-Klängen durch die luxemburgische Kleinstadt Echternach. (c) Foto: Rebekka Narres/pp/Agentur ProfiPress

„Ein bisschen verrückt ist schön…“

Junge Christen aus der GdG St. Barbara Mechernich hüpften bei der legendären „Springprozession“ mit durch das luxemburgische Echternach

Mechernich/Echternach – An der legendären Springprozession in Echternach hat Pfingstdienstag die Jugendgruppe der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich unter der Leitung der Seelsorgerin Rebekka Narres und des GdG-Leiters Pfarrer Erik Pühringer teilgenommen.

„Springen, Tanzen und wahre Lebensfreude zu Gottes Ehre“ haben die neun Jugendlichen ihren Report überschrieben. Nachdem einige Mitglieder der Gruppe bereits 2019 zum eingängigen Polka-Rhythmus mit durch die Straßen der luxemburgischen Kleinstadt gehüpft und getanzt waren, mussten sie wegen Corona volle drei Jahre bis zu einem neuen Anlauf warten.

Die Echternacher Springprozession zählt zum immateriellen Kulturerbe der Vereinten Nationen. Sie verbindet Volksreligiosität und Folklore mit Lebensfreude und der Erinnerung an den berühmten Missionar Willibrordus, der in der Echternacher Basilika bestattet ist.

Am Pfingstwochenende ist Kirmes an der Sauer und der Reliquienschrein Willbrords, der auch in Nöthen in der GdG Mechernich als Pfarrpatron verehrt wird, wird in einer Prozession umhergetragen. Willibrord wird unter anderem bei Nervenkrankheiten wie dem „Veitstanz“ angerufen. Ob das der Ursprung der bereits seit dem Mittelalter bekannten Springprozession ist, liegt aber im Dunkeln.

 


7000 hüpften durch die Straßen

 


Statt der vor Corona üblicherweise 10.000 Teilnehmer, die sich an Tüchern miteinander verbinden und durch die Straßen hüpfen, wurden bei der ersten Wallfahrt nach den Lockdowns immerhin 7000 Pilger gezählt. Darunter die jungen Christen aus Mechernich, die bereits am Pfingstsonntag anreisten. Ihre Wallfahrt wurde durch das Programm „Aufholen nach Corona“ gesponsert.

Sie hatten Fahrt und Programm selbst vorbereitet und wurden von Pfarrer Erik Pühringer und Rebekka Narres ehrenamtlich begleitet. Die Vorschläge reichten von einer langen Wanderung bis hin zum Besuch eines Museums oder des Schmetterlingsgartens in der Umgebung. Schließlich wurde alles sehr spontan entschieden, da auch das Wetter Kapriolen schlug. Gleich am ersten Tag auf dem Kirmesplatz wurden die elf Mechernicher nass bis auf die Haut…

Über die Springprozession berichten die Jugendlichen: „Jede der 39 Gruppen hat ihren Platz. Zwischen den verschiedenen Pilger-Gruppen gehen im angemessenen Abstand Musikvereine, die während der Prozession immer wieder im Wechsel alle ein- und dieselbe Melodie spielen, auf die die Prozessions-Teilnehmenden nach links und rechts tanzen, hüpfen oder springen.“

 


„Cooles Erlebnis“

 


Kardinal Jean-Claude Hollerich und Gastgeber Weihbischof Leo Wagener begrüßten die Pilger, darunter kirchliche Würdenträger aus anderen Ländern und Konfessionen. Im Report der Jugendlichen heißt es: „Dann ging es endlich los, die Polka erklingt und die Gruppen setzen sich langsam in Bewegung. Zunächst war es gar nicht so einfach, in einer der Fünferreihen gemeinsam in die richtige Richtung los zu tanzen.“

„Nach einigen Metern hatte man aber dann doch den Schritt raus“, heißt es weiter: „Nachdem die Basilika umrundet war, ging es geradewegs in die Kirche hinein und am Grab des Heiligen Willibrord in der Krypta vorbei - alles unter Polka-Klängen.“

„Es war zwar etwas verrückt, aber auch ein cooles Erlebnis“, meinte eine Teilnehmerin aus Mechernich. Und eine andere: „Ein bisschen verrückt ist ja nicht schlimm, aber auf jeden Fall sind wir nächstes Jahr wieder mit dabei!"

pp/Agentur ProfiPress

Der Reliquienschrein mit den sterblichen Überresten des Friesenapostels Willibrord (* 658 England), der das Kloster Echternach gründete und dort bestattet wurde, wird aus der Basilika getragen. (c) Foto: Rebekka Narres/pp/Agentur ProfiPress
Sightseeing in Luxembourg: Drinnen fanden die Mechernicher „Sonne“ und strahlende Gesichter, wenn es draußen wieder mal regnete. (c) Foto: Rebekka Narres/pp/Agentur ProfiPress

 

 

Die Prozession formiert sich auf dem Vorplatz der Willibrordus-Basilika, rechts im Hintergrund die Pfarrer Domkapitular Hajo Hellwig (Kall) und Erik Pühringer (Mechernich) im Gespräch. (c) Foto: Rebekka Narres/pp/Agentur ProfiPress