Herzlich willkommen im Pastoralen Raum Mechernich
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Zusammen_03_by_peter_weidemann_pfarrbriefservice (c) Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

Gemeinschaft der Glaubenden

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Datum:
Di. 26. Mai 2026
Von:
Agnes Peters

Gemeinschaft der Glaubenden

 


Pfingsten ist die Geburtsstunde der Kirche. Die Jünger treten erfüllt vom Heiligen Geist erstmalig in der Öffentlichkeit auf und verkünden ihren Glauben an den auferstandenen Jesus aus Nazareth, den Messias und Sohn Gottes. Doch diese pfingstliche Kirche, die nun rasend schnell entsteht, ist keine Amtskirche sondern eine Gemeinschaft von Glaubenden, die vielfältig und lebendig ist. Schon zu Beginn, spätestens aber mit der Verfolgung in Jerusalem, verbreiten die Mitglieder der jungen Gemeinde ihren Glauben in alle Himmelsrichtungen. Neben den 12 Aposteln (die Jünger und der hinzugewählte Matthias) gibt es viele Botinnen und Boten des Glaubens. Auch sie sind wie Paulus Apostelinnen und Apostel, Botschafterinnen und Botschafter für den Glauben, die nun an den unterschiedlichsten Orten Menschen für die neue Lehre gewinnen und viele kleine Gemeinden gründen. In manche Gemeinden gelangt einer der 12 Apostel, der seine Erlebnisse mit Jesus erzählt und die Geschichten der Boten und Botinnen so als wahr bezeugt. Die gehörten und im besten Fall bezeugten Geschichten sind die Grundlage des Glaubens der Gemeinden. Sie verstehen sich als eine Gemeinschaft von Glaubenden, die sich immer wieder zum Gebet und zum Gottesdienst treffen, ohne dass sie einen Apostel oder eine von ihnen eingesetzte Leitung haben. Diese Strukturen kommen erst später, denn das Glaubensleben findet auf Grund der Verfolgungen meist im Untergrund statt. Die einzelnen Mitglieder stehen füreinander ein und unterstützten sich gegenseitig. So verbreitet sich die neue Lehre an Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen Messias. Die gelebte Liebe der Gemeindemitglieder wird zu einem überzeugenden Zeugnis für den Glauben.

 


Das war damals, in den Anfängen der Kirche. Wie schön wäre es, wenn wir das auch von unseren heutigen Gemeinden, von unserem pastoralen Raum Mechernich sagen könnten. Ich träume von so einer geschwisterlichen Kirche, einer Gemeinschaft von Glaubenden, in der die unterschiedlichsten Aufgaben von verschiedensten Personen übernommen werden; in der es eine Vielzahl von Tätigkeiten und Angeboten gibt; in der viele Netzwerke vorhanden sind, die Menschen auffangen und tragen, wenn Hilfe oder Unterstützung gebraucht wird; in der gemeinsam über den Glauben gesprochen und erzählt wird; in der der Glaube und die Liebe zu Gott und dem Nächsten gelebt und keine oder keiner überfordert oder ausgenutzt wird. Ich träume von einer Gemeinschaft der Glaubenden, in der Gott sichtbar wohnt, weil sie die Liebe lebt und erwidert, die Gott jeder und jedem einzelnen von uns in einem Übermaß schenkt.

 


Heute frage ich Sie, ob es sich lohnt, so zu träumen? Wäre es ein Traum von kirchlichem Leben, den auch Sie sich vorstellen könnten? Und was denken Sie, könnten wir es gemeinsam versuchen, diesen Traum zu verwirklichen? Also könnten wir es wagen, anzufangen und die ersten Schritte zu versuchen?

 


Ich glaube, den 12 Aposteln war nicht klar, welche Lawine sie am Pfingsttag auslösen werden, wenn sie öffentlich anfangen, ihre Erlebnisse mit Jesus zu erzählen. Sie haben nicht gefragt oder sich gesorgt, was passieren könnte, sondern einfach angefangen und gehandelt. Ich lade Sie ein, es ihnen gleich zu tun und gemeinsam unsere Kirche zu einer wirklichen Gemeinschaft der Glauben werden zu lassen, die beseelt ist von der Verbindung mit Gott und untereinander, dem gemeinsamen Austausch über den Glauben und dem liebevollen Umgang untereinander, der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit in der lebendigen Gemeinschaft aller. 

 


 Ihr Erik Pühringer