



© Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de
Herzlich willkommen im Pastoralen Raum Mechernich
Herzlich willkommen im Pastoralen Raum Mechernich
Nach der Auszeit zur Ruhe und Erholung oder der etwas ruhigeren Zeit, die jede und jeder in den vergangenen Wochen auf eine je eigene Art und Weise genutzt hat, sind wir jetzt wieder zurück im Alltag. Es gilt, wieder die Gemeinschaft in den Blick zu nehmen und das Miteinander zu erleben und zu bereichern. Jede und jeder kann von den Erfahrungen erzählen, den Schatz der Erinnerung mit anderen teilen.
Endlich kann ich mal was Gutes und Schönes weitersagen. Das tut nicht nur mir richtig gut, sondern steckt an und führt oft dazu, dass wir uns gegenseitig erfreuen, stärken und so auch bereichern. So entsteht schon gelingende Gemeinschaft.
Ebenso kann Gemeinschaft geschehen, wenn ich im September mit anderen auf Wallfahrt gehe, nach Barweiler oder Maria Martental, vielleicht auch beim Besuch des Michelsbergs. Gemeinsam gehen, zusammen Beten und Singen, miteinander reden und sich austauschen, das stärkt gegenseitig und die Gemeinschaft der Pilgerinnen und Pilger – aber auch die Verbundenheit mit Gott.
Wenn wir Kirmes feiern – und im September gibt es davon viele in unserem pastoralen Raum –, dann geht es auch um Gemeinschaft. Wir erinnern uns an die Verstorbenen und feiern mit den Lebenden. Wir machen uns bewusst, dass Kirche nicht nur das Gebäude meint, in dem wir zur Kirmesmesse zusammenkommen, sondern auch die Gemeinschaft all derer, die sich in ihr versammeln. Wir feiern unsere Gemeinschaft und Gott, der uns gerufen und zusammen geführt hat in seine Kirche.
Für mich wird die Gemeinschaft jedoch am stärksten erfahrbar, wenn wir wie bei der Jubelkommunion oder in jeder „normalen“ Messe gemeinsam Mahl halten. Beim Empfang der Kommunion – dem rituellen Zeichen für ein gemeinsames Brechen, Teilen und Essen von Brot – werden wir alle untereinander zu einer großen Mahlgemeinschaft verbunden. Und wir alle empfangen und verbinden uns gleichzeitig mit Jesus. Gemeinschaft mit Gott und untereinander! (Leider denke ich nicht in jeder Messe daran und spüre dann auch nicht die Kraft der Gemeinschaft.) Doch es tut mir richtig gut, wenn ich fühle, dass ich in einer Gemeinschaft geborgen bin.
Wann auch immer, das Erleben, Teil einer größeren Gemeinschaft und mit Gott verbunden zu sein, ist eine Bereicherung für mein Leben. Ich bin nicht mehr alleine. Ich muss nicht alles selber machen und schaffen. Ich habe andere an meiner Seite, die mir helfen können, mich stützen und unterstützen, auffangen und tragen, ergänzen und bereichern. Sie stärken und beschenken mich. Sie zeigen mir, dass ich ihnen wichtig bin. Ja sie geben mir kleine und manchmal auch große Zeichen der Liebe. Manchmal, wenn ich mal wieder nichts mitbekomme, erinnern sie mich auch daran, dass es die Gemeinschaft gibt. Und das Allerschönste an einer solchen Gemeinschaft ist, dass ich all das auch erwidern kann und darf. Das stärkt und stabilisiert die Beziehungen untereinander – mit den Menschen meiner Umgebung, mit Ihnen. Und es lässt mich immer mehr entdecken, dass Gott in den Menschen, in Ihnen unterwegs ist und auch durch mich anderen begegnen möchte. Das ist für mich das Schönste an Gemeinschaft.
Ihnen wünsche ich diese Erfahrungen der Gemeinschaft mit Gott und untereinander – im September und weit darüber hinaus.
Ihr Erik Pühringer