Herzlich Willkommen in der GdG St. Barbara Mechernich
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Warum lässt Gott das Leiden zu?

Beim Lobpreis der gewandelten Gaben (v.r.): Pater Francis Chempottickal MCBS, ein Kommilitone des stellvertretenden Generalsuperiors, Father  Patrick Mwanguhya, Hauptzelebrant Father Jaison Thazhathil und Diakon Manfred Lang, ganz links der Gastpriester Guido Mönchhalfen. (c) Foto: Marie-Thérèse Dijkstra/CIC/pp/Agentur ProfiPress
Datum:
Do. 14. Apr. 2022
Von:
Agnes Peters

Heilige Messe zum Todestag der Communio-Gründerin Mutter Marie Therese

„Wir haben mit einer Heiligen zusammengelebt“, rekapitulierte Father Jaison Thazhathil (m.), der stellvertretende Generalsuperior der Communio in Christo, jetzt während einer heiligen Messe am Todestag der am 21. März 1927 in Oud-Valkenburg (Niederlande) geborenen Josephina Theresia Linssen. (c) Foto: Marie-Thérèse Dijkstra/CIC/pp/Agentur ProfiPress

Warum lässt Gott das Leiden zu?

Heilige Messe zum Todestag der Communio-Gründerin Mutter Marie Therese

Mechernich - „Wir haben mit einer Heiligen zusammengelebt“, rekapitulierte Father Jaison Thazhathil, der stellvertretende Generalsuperior der Communio in Christo, jetzt während einer heiligen Messe am Todestag der am 21. März 1927 in Oud-Valkenburg (Niederlande) geborenen Josephina Theresia Linssen.

Sie hatte als Mutter Marie Therese nach einer Reihe von Vorgründungen, so genannten „Uniones“, am 8. Dezember 1984 in Mechernich den Ordo Communionis in Christo gegründet. Er wurde 2018 durch den Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser als „Consociatio christifidelium privata“ gemäß can. 322 des Kirchenrechtes anerkannt. Mutter Marie Therese starb am 11. April 1994 und wurde auf dem Mechernicher Friedhof beigesetzt.

Ihre letzte, fünf Tage vor ihrem Tod verfasste geistliche Betrachtung diente Diakon Manfred Lang als roter Faden seiner Predigt. Die zeitlebens von schweren Krankheiten geplagte Gründerin litt seit Beginn der Fastenzeit 1994 unter fürchterlichen Schmerzen im Rücken. Sie büßte ihre Bewegungsfähigkeit und Selbständigkeit ein, sie konnte ihre Hände nicht mehr gebrauchen.

Palmsonntag dieselbe Situation, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag… Dann trat eine Veränderung ein. „Ostersonntag war mir klar, in welch extremer Intensität ich die Passion Jesu mit durchlitten hatte“, schrieb Mutter Marie Therese am 5. April nieder, als alles vorbei war.

 


Angst und Verlassenheit

 


Zunächst waren es körperlichen Leiden, die sie teilte. „Am Mittwoch in der Karwoche erlebte ich die seelischen Leiden Jesu bis ins tiefste. Am Gründonnerstag erfüllten Angst, Entsetzen und Einsamkeit meinen Tag.“ Karfreitag Erschöpfung und Verlassenheit…

Diakon Lang spannte den Bogen vom Sterbelager Mutter Marie Thereses in die Ukraine: „Die quälenden Fragen allen Passionsgeschehens drängten sich auch Mutter Marie Therese auf, die sich jetzt den Menschen in der Ukraine stellen: »Warum?«“

„Warum lässt Gott das zu? Warum lässt Gott das Leiden zu? Auch heute, wo andere Menschen unschuldig verurteilt, in die Flucht getrieben, eingesperrt und gequält, wie Vieh misshandelt, vergewaltigt und schließlich exekutiert werden…“, so der Diakon der Communio.

„Wie kann Gott so viel Grausames, so viel Ungerechtigkeit und so viel Leid zulassen? Wieso erfahren so viele Menschen Unrecht? Soll das Liebe sein?“ Diese Fragen habe er sich nicht einfallen lassen, so Lang: „Mutter Marie Therese hat sie 1994 gestellt. Und Millionen Menschen vor ihr und Propheten zu allen Zeiten.“

 


„Eine Antwort auf alle Fragen“

 


„Aber nicht als Anklage gegen Gott“, so der 1959 in Bleibuir geborene Prediger: „Gott quält und foltert die Menschen nicht. Er lässt keine Flugzeuge abstürzen, Zivilisten ermorden und Staudämme brechen. Gott fängt keine Kriege an, und er tötet nicht.“

„Aber Gott ist immer dabei – er ist immer zugegen, wo Menschen lieben und leiden, glücklich sind oder Tränen vergießen. Er ist auch im Sterben dabei – in der Person seines eingeborenen Sohnes“, so Lang, der immer wieder Mutter Marie Therese zitierte: „Wenn jemandem der Glaube an einen allgütigen Gott fehlt, verliert er den Mut und verzweifelt daran. Man muss verstehen, dass unsere Welt in Gottes Gegenwart begründet ist.“

Gott und Jesus Christus, der Heilige Geist seien keine dreifaltige Gestalt aus der Vergangenheit, sondern höchst aktuell: „Gott ist hier – in diesem Augenblick, ganz nah.“ Leiden verändere unser Leben. Wandlung sei eine Kernwahrheit des Christentums: „Aus der Passion ist etwas Neues entstanden – und es war Mutter Marie Thereses Auftrag, uns dies mitzuteilen: Sie nannte es »das befreiende Glück der Communio in Christo«, Schmerz und Verzweiflung zu verwandeln in Licht und Freude… Wir haben in Christi Tod und Auferstehung eine Antwort auf alle Fragen bekommen.“

Die Heilige Messe zum Todestag von Mutter Marie Therese zelebrierte Father Jaison Thazhathil, der stellvertretende Generalsuperior der Communio in Christo, gemeinsam mit Pater Francis Chempottickal MCBS, einem Freund aus Seminartagen und Father Patrick Mwanguhya aus Uganda, der ständig bei der Communio in Christo lebt und wirkt. Diakon Lang assistierte.

pp/Agentur ProfiPress